Mentale Klarheit leben
Mentale Klarheit entsteht, wenn wir verstehen, wie wir uns selbst führen. In meiner Coachingarbeit nutze ich die Methode der inneren Teamaufstellung. Sie macht sichtbar, welche inneren Anteile unser Denken und Handeln bestimmen – und welche uns unbewusst blockieren. Ein häufiges Muster ist die Opferrolle. Wer sich dauerhaft den Umständen ausgeliefert fühlt, gibt seine Selbstführung oft unbewusst ab. Schuldzuweisungen, Selbstmitleid oder Ausreden verhindern Veränderung und kosten Kraft. Der erste Schritt aus der Opferrolle ist das Erkennen. Erst wenn wir unsere Denk- und Verhaltensmuster bewusst wahrnehmen, können wir sie verändern. Die innere Teamaufstellung hilft dabei, alte Schutzmechanismen zu verstehen und die eigene Selbstführung zurückzugewinnen.
In diesem Blog erfährst Du, wie Du die ersten Schritte zu mehr mentaler Klarheit, Eigenverantwortung und innerer Freiheit gehen kannst.

Vom Erkennen zum Loslassen-raus aus der Opferhaltung
1. Schritt : Opferrolle erkennen
In der Opferrolle übernimmt man keine Verantwortung
Wenn etwas im Leben nicht so läuft wie man sich das vorgestellt hat, dann ist das nicht schön oder sogar ärgerlich. In der Opferrolle neigt man dazu die Schuld für die Misere bei anderen oder den Umständen zu suchen. Ausreden, Rechtfertigungen und Schuldzuweisungen sind Identifikatoren dafür. Wer etwas will, findet Wege; wer etwas nicht will, findet Gründe und wenn man sich in eine Opferrolle hineinbegibt, dann findet man viele Gründe.
In der Opferrolle bemitleidet man sich selbst
In Selbstmitleid zu verharren kann zu einer Sucht werden. Anfänglich beschert einen das Selbstmitleid kurzfristig ein Wohlgefühl, es kann sich jedoch dauerhaft zu einem »Opferprogramm« entwickeln. Ungerechtigkeit wird als alleiniger Fokus wahrgenommen und eine gesunde Reflektion findet nicht mehr statt. Eine Art Gefangenschaft zeigt sich in Form von Frust und Ohnmachtsgefühlen. »Seine eigenen Erfahrungen zu bedauern, heißt, seine Entwicklung aufzuhalten«, schrieb Oscar Wilde. Die Folgen sind Antriebslosigkeit, sinkendes Selbstvertrauen, Depression.
In der Opferrolle vergleicht man sich mit anderen
Mit dem Satz »Warum immer ich?« erkennt man sehr schnell die Opferrolle. Darin steckt Selbstmitleid über das eigene Schicksal und die Ungerechtigkeit der Welt. Es ist aber auch ein Vergleich mit anderen, denen es vermeintlich immer besser geht. Vergleiche sind menschlich, sie helfen uns bei der Selbsteinschätzung. Ständiges Vergleichen ist aber ebenso ein sicherer Weg ins Unglück. Wir können dabei nie gewinnen: Es gibt immer Menschen, die schöner, reicher, stärker, witziger, schlauer ist als wir. Was wir dabei gewinnen, ist erstens Neid und zweitens Bitterkeit.
In der Opferrolle will man Rechnungen begleichen
Opfer nehmen alles persönlich. Sie haben nicht nur Pech, sondern sind Opfer einer Verschwörung. Wer davon überzeugt ist, im Leben gezielt benachteiligt zu werden, sinnt irgendwann auf Vergeltung – und nimmt sich, was ihm oder ihr vermeintlich zusteht. Tatsächlich äußert sich die Opferrolle nicht nur durch Passivität, sondern ebenso durch Aggressivität oder gar Rachsucht. Hinter dem Wunsch, es seinen Peinigern heimzuzahlen, stecken meist gekränkte Eitelkeit und eine gute Portion Narzissmus. Auch daran lässt sich die Opferrolle erkennen.
In der Opferrolle lästert man
Auch das ist eine Form der Rache – nur verbal. Lästern, üble Nachrede, Klatsch und Tratsch können befreiend wirken. Sie dienen uns teils sogar als soziales Warnsystem (»Vor dem musst du dich in Acht nehmen!«). Es sind aber auch Anzeichen für eine Opferrolle: Warum nicht das direkte Gespräch suchen? Wozu der Angriff hinter dem Rücken? Feigheit?
In der Opferrolle verhält man sich undankbar
Wer nichts zu schätzen weiß und sich den Tag mit Nichtigkeiten vermiest, ist selber schuld. Dankbarkeit für das Erreichte, Zufriedenheit über kleine wie große Erfolge verhindert, dass wir es uns in der Opferrolle gemütlich machen. Fehlt der Dank gänzlich, erkennen wir daran wieder die Opferhaltung.
2. Schritt : Opferrolle ablegen
Schärfe Deine Bewusstsein
Werde Dir Deiner Opferrolle bewusst, denn dann kannst Du etwas dagegen unternehmen um die Rolle abzulegen. Dazu ist es notwendig, dass Du Dir gegenüber wahrhaftig bist. Stelle Dir folgende Fragen:
- Was ist der Grund weshalb Du eine Opferrrolle angenommen hast?
- Was hat Dir diese Rolle bisher gegeben?
- Wie zufrieden bist Du mit dieser Rolle?
- Willst Du passiv, hilflos, verantwortungslos und problemorientiert leben?
- Wovon hat Dich diese Rolle bisher abgehalten?
Erkenne die Vorteile eines Rollenwechsel
Wird die Opferrolle schon automatisiert gelebt, dann empfindet man diesen Zustand meist als vertraut. Alles was dazu führt diese vertraute Komfortzone zu verlassen erzeugt natürlich erst einmal ein Unwohlsein auf einer anderen Ebene. Mach Dir klar, dass es viele Vorteile hat, diese Komfortzone von Verzweiflung, Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein zu verlassen. Das ist möglich indem man sich in einer andere Haltung/Rolle positioniert. Welche Rolle könntest Du anstelle der Opferrolle einnehmen?
Stelle Dir die Frage, ob Gefühle von Selbstbestimmt sein, Selbstsicherheit und Leichtigkeit Dich zufriedener machen würden, denn so fühlen sich tatsächlich die meisten, wenn sie die Opferrolle ablegt haben. Sie haben gelernt wie man mit Herausforderungen anders umgehen kann und dann nimmt man Dinge wieder selbst in der Hand. Kurz gesagt: Durch den Rollenwechsel bekommst Du Deine Handlungskontrolle zurück und übernimmst wieder das Steuerrad Deines Lebens.
Wechsele Deine Perspektive
Mit Deiner Einstellung bestimmst Du Dein erleben, dass bedeutet Unterlegenheit beginnt im Kopf. Erfolg auch. Man kann Dinge so oder so interpretieren. Und Menschen in der Opferrolle tendieren dazu, in allem und jedem das Fehlende oder das gegen sich zu sehen. Extrem gesagt, die Welt, alles und jeder ist gegen einen gerichtet. Natürlich ist das nicht die Wahrheit, aber es passt so schön ins Weltbild und erklärt vieles so einfach. Indem Du die Perspektive wechselst, machst Du Dich geistig unabhängig und gewinnst Deine mentale Stärke zurück, indem Du zum Beispiel die Perspektive der Chance einnimmst. Das bedeutet Du stellst Dir in jeder Situation die Frage : Welches Potential darf ich in dieser Situation entfalten wie zum Beispiel : Mut, Ausdauer, Beharrlichkeit, Vertrauen usw. Was wäre, wenn das, was Du gerade durchmachst, Dich nur auf das vorbereitet, was Du Dir so sehr wünschst?
Lerne loszulassen
Opfer machen sich zu viele Sorgen über Dinge, die sie sowieso nicht kontrollieren können. Ein wesentlicher Schritt sich von der Opferrolle zu lösen ist loszulassen und zu akzeptieren, was man nicht ändern kann. Höre auf zu jammern, denn Dein Jammern verändert die Situation nicht. Du ziehst Dich stattdessen noch tiefer in die Schwere. Mache aus der Situation das Beste und nutze Deine Erkenntnis um Deine Zukunft für Dich leichter zu gestalten. Das ist eine Form der bewussten Lebensführung und eine sinnvolle innere Haltung Widrigkeiten zu begegnen.
Stärke Dein Selbstwertgefühl
Wer schlecht von sich denkt, nimmt leichter die Opferrolle an als Menschen mit innerer Stärke und Selbstsicherheit. Der beste und sicherste Weg, die Opferrolle verlassen zu können, ist Dein Selbstwertgefühl zu stärken. Wie das gelingt? Besinn Dich auf Deine Stärken, auf Deine Erfolge im kleinsten und großen. Akzeptiere Dich so, wie Du bist. Dich gibt es nur einmal, Du bist einzigartig, wertvoll, besonders! Leben bedeutet stetige Veränderung und die innere Haltung damit macht den Unterschied. Das Leben besteht nicht aus den Dingen, die uns passieren, sondern aus dem, was wir daraus machen und wie wir darauf reagieren.
In meinen Coaching lernen meine Klienten ihr inneres Team aufzustellen, um sich aus unbewussten destruktiven Opferprogrammen schneller zu lösen.
Was Du lernen wirst:
- Du lernst Dich und Dein inneres Team kennen
- Du lernst Deine »Opferprogramme« kennen
- Du lernst Dich von Deinen »Opferprogrammen« zu lösen
- Du lernst Dich kraftvoll und selbstbewusst zu führen
Dein Gewinn dabei ist:
- Du erfährst mehr Leichtigkeit und Freude in Deinem Leben
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